Neue Grundschule: Stadt setzt Planung unter Vorbehalt fort

Altlasten nachhaltig und risikofrei sanieren

(win) Die Bedenken zum vorgesehenen Standort sind angekommen. Die Planungen für eine vierzügige Grundschule in Rotthausen werden dennoch in Angriff gnommen.

Auf dem freien Gelände rechts soll die neue Gemeinschaftsgrundschule gebaut werden. Foto: Stadt Gelsenkirchen

Wie berichtet soll auf dem Gelände der ehemaligen Dahlhaus-Kokerei an der Achternbergstraße eine vierzügige Grundschule mit einer Zweifach-Sporthalle entstehen. Das Gelände gilt jedoch auch nach einer Teilsanierung im Jahr 2004 als belastet.

Der Rat der Stadt hat nun die Verwaltung beauftragt, die Planungen „unter dem Vorbehalt zu beginnen, dass eine nachhaltige und risikofreie Altlastensanierung möglich ist und entsprechend durchgeführt wird“. Diese Änderung des Beschlussvorschlags war auf Empfehlung des Bildungsausschusses erfolgt.

Bereits in der Bezirksvertretung hatte AUF-Mitglied Dr. Willi Mast auf die Missstände aufmerksam gemacht, über die auch der Bürgerverein Rotthausen im Vorfeld informiert hatte. Demnach zeigten frühere Bodenproben, dass sich noch große Mengen an Altlasten im Erdreich befänden. Wegen der hohen Belastung sei bislang sogar auf eine Sanierung für eine gewerbliche Nutzung verzichtet worden.

Ungeachtet dessen unterstützt auch AUF die Suche nach einem neuen Schulstandort, kritisiert aber, „dass keine ernsthafte Suche nach geeigneten Alternativen stattfand“.

Das 2020 erstellte Gutachten zur Schulentwicklungsplanung in Gelsenkirchen sieht erheblich steigende Einschulungszahlen in den kommenden Jahren voraus. Den Mehrbedarf könnten die vorhandenen Grundschulen wegen nicht genügender Einschulungs- und Ganztagskapazitäten nicht decken.