Nur zwei Infektionen und kein Todesfall

Zwölf Monate bei Null: In der Demenz-Wohngemeinschaft „Leben in Rotthausen“ gab es seit Ausbruch des Virus bisher keine Corona-Infektionen oder Todesfälle. Foto: Uwe Jesiorkowski / APD

APD zieht WG-Bilanz nach 12 Monaten Corona: Infektionsgeschehen bei 122 Mieterinnen und Mietern liegt knapp über ein Prozent

(SuSch) Nach zwölf Monaten Corona hat die APD Ambulante Pflegedienste Gelsenkirchen GmbH jetzt eine erste Pandemie-Bilanz gezogen. Darin dokumentiert das Familienunternehmen ein Infektionsgeschehen von nur knapp über ein Prozent in 15 ambulant betreuten APD-Demenz-Wohngemeinschaften in Gelsenkirchen. Bis heute waren lediglich zwei von insgesamt 122 Mieterinnen und Mietern der WGen mit dem lebensgefährlichen Virus infiziert.

Beide Personen hatten sich bei einem Krankenhausaufenthalt angesteckt. Sie wurden schnellstmöglich isoliert und durchlebten milde Krankheitsverläufe. Kein WG-Mieter verstarb an oder mit COVID-19.

„Das sind sehr gute Nachrichten. Wir sind der Stadt Gelsenkirchen sehr dankbar, die sehr früh eine aufsuchende Impfung der Mieterinnen und Mieter, aber auch der Mitarbeitenden in den Wohngemeinschaften ermöglicht hat“, sagt APD-Geschäftsführer Claudius Hasenau. Die Zahlen beweisen, so Hasenau, die Wirksamkeit einer vorausschauenden, strikten Umsetzung der Hygienemaßnahmen und die hohe Qualität der Pflege und Betreuung in dieser besonderen Wohnform.

In der APD-Demenz-Wohngemeinschaft „Leben in Rotthausen“ gab es bei 24 Mieterinnen und Mietern sowie rund 40 Mitarbeitenden bis heute keine einzige Corona-Infektion. Zahlen wie diese sind kein Glücksfall, sondern das Ergebnis des detaillierten und konsequent umgesetzten Hygienekonzepts, sagen die APD-Pandemiebeauftragten und Prokuristen Janina Bialon und Björn Schulte, die für die Planung verantwortlich zeichnen.

Rund um die Uhr erreichbar

Seit Ausbruch des Virus im März 2020 sind sie praktisch an sieben Tagen rund um die Uhr erreichbar, um zu handeln, wenn Gefahr droht – eine enorme Belastung. Ein Blick auf die zusätzlich zu leistenden Arbeitsstunden zwischen März und Dezember 2020 zeigt, dass Pflegedienste wie die APD bis über die Grenzen ihrer Belastbarkeit gefordert wurden. Mit der Durchführung von 2.500 verpflichtenden Schnelltests war das Corona Care Team 2020 insgesamt 52 Arbeitstage beschäftigt.

Tausend Arbeitsstunden plus

7.271 Besuchsvorgänge in den APD Demenz-WGen schlugen sich mit 1.407 zusätzlichen Stunden auf den Arbeitszeitkonten nieder. Fast 15.000 Mal führte die Corona Task Force der APD Erkältungsvisiten bei sämtlichen Mitarbeitenden durch. Allein für die Erstellung und Fortschreibung des Pandemiemaßnahmenplans, tägliche Besprechungen, die Umsetzung der Allgemeinverfügung und weiterer Verordnungen sowie die Sicherstellung einer 24-stündigen Rufbereitschaft kamen bei der APD etwa 1.000 zusätzliche Arbeitsstunden zusammen.


154 Heimbewohner verstorben

In Gelsenkirchen leben aktuell 3.773 Personen in 35 Pflegeeinrichtungen. Nach Angaben der Stadt gab es in den vollstationären Einrichtungen seit dem Ausbruch des Virus bis heute 154 Todesfälle durch Corona, die sich zu einem großen Teil auf sechs besonders betroffene Einrichtungen verteilen. Das „Wohnen & Pflegen Senioren Haus“ an der Schonnebecker Straße mit seinen aktuell 105 Bewohnern gehöre nicht dazu, so die Stadt.

„Der Höhepunkt der Coronainfektionen lag auf dem 26. Dezember 2020 mit zu diesem Zeitpunkt 222 bestätigten Fällen“, sagt Pressesprecher Martin Schulmann. Am 25. Februar gab es in Gelsenkirchen noch 14 infizierte Bewohnerinnen und Bewohnern.